Meine Entdeckung des Babytragens...
machte ich während meiner ersten Schwangerschaft. Wir wohnten damals in einer Altbauwohnung im 4. Stock mit herrlicher Aussicht, aber leider ohne Aufzug!
Und so suchte ich nach einer praktischen und einfachen Möglichkeit mein Baby bis in unsere Wohnung hoch zu tragen. Von Freundinnen wusste ich bereits, dass dafür die Kinderwagentasche nicht wirklich geeignet ist: Zu schwer und zu instabil.
Fündig wurde ich mit meiner Entdeckung des Babytragetuchs! Es war eine wundervolle Erfahrung meinen Sohn zu tragen. Neun Monate trug ich ihn in meinem Bauch und danach konnte ich ihn weiterhin ganz nah bei mir haben. Es war wie eine verlängerte Schwangerschaft nur ohne die beschwerlichen Gegebenheiten der letzten Schwangerschaftswochen ;-). Mit dem Tragetuch wurde es leichter meinen Babyalltag zu organisieren: Rolltreppen, Busse, Straßenbahnen waren keine Hindernisse für mich. Staubsaugen, Einkaufen oder andere Erledigungen konnte ich machen, während mein Sohn ruhig im Tragetuch schlief. Außerdem war ein schönes Gefühl ihn ganz nah bei mir zu haben und ich konnte einfach nachsehen wie es ihm ging. Das gab mir ein gutes Gefühl und viel Sicherheit für meine Mutterrolle.
Nach der Geburt unserer Tochter zwei Jahre später, war das Tragetuch unentbehrlich für mich geworden. So brauchte ich keinen Geschwisterwagen, mit dem es in der Straßenbahn schwierig geworden wäre bzw. der nicht ins Auto passte. Zuhause oder auf dem Spielplatz, ich hatte stets eine freie Hand z. B. zum Schaukel anschubsen und konnte trotzdem immer sehen wie es meinem Baby ging. Meistens schlief sie!
Nach meinen positiven Erfahrungen mit dem Tragen, bildete ich mich 2008 zur Trageberaterin an der „Die Trageschule Dresden“ weiter. So bekam ich das Know-How meine Begeisterung für das Tragen auch an andere Eltern weiter geben zu können.
Im Mai 2011 kam unser drittes Kind zur Welt und auch mit unserer zweiten Tochter erleben mein Mann und ich wieder die Freuden des Tragens. Und unsere Kleine kann getragen überall mit uns dabei sein und steht so mitten im Familienleben.
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